Gian Farrér | 20 Mai 2026

Das Havana Kubb – auch 2026 wieder bestes Turnier des Jahres?

Endlich wieder Sommer! Und das passenderweise gleich zum Havana-Kubb in Basel, einem unverzichtbaren Fixpunkt im Kalender aller Kubbverrückten. Denn am Havana Kubb gibt es nicht nur karibisches Flair mit garantiertem Wetterglück, Palmen, einem wunderschönen und gepflegten Sportplatz an perfekter Location mit der Grendelmatte, sondern auch erstklassige Verpflegung bereits ab dem frühen Morgen und ein topmotiviertes Orga-Team, das dieses Jahr erstmals mit der Auszeichnung zum besten Kubbturnier des Jahres im Rücken antrat.

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Die Stimmung passte schon mal

Und natürlich waren die Basler Organisatoren motiviert, diesen Award auch dieses Jahr gleich zu behalten. Sofort sichtbar wurde dies nicht nur durch das längste Infomail der Welt, sondern auch durch einen innovativen neuen Modus, der nach 8 Schochrunden damit endete, dass die besten 8 Teams sowohl im Havana als auch im Copa Revolution fix für das Achtelfinale qualifiziert waren, während die Teams auf den Rängen 9–24 in einer Qualifikationsrunde die verbliebenen Slots für das Achtelfinale untereinander ausmachten. Das freute besonders jene Teams, die es sich normalerweise nicht gewohnt sind, durch KO-Phasen durchzumarschieren.
Nach dem Frühstück für alle, die schon hungrig ankamen – es gab Süssgebäck, Gipfeli oder auch Sandwiches und Börek – konnte es also losgehen mit den ersten 4 bzw. 5 Schochrunden je nach Spieltableau. Bereits eine gute Ausgangslage hatten sich bis dahin im Havana nicht überraschend die Liga-A-Grössen Umami (erstmals in der Besetzung mit Jacky, Fisch und Nanni), Die Lit, Breitizone (mit Schnüsi anstelle von Mighty) und En handvoll Trä, aber auch die Beeländlis mit etwas Berner Flair in Form von Cheesu erspielt.
Auch im Copa Revolution konnten sich mit Eichelwald und den Barrakubbas bereits Teams absetzen, die sich dieses Jahr als Anwärter für den Kubbtoursieg herauszustellen scheinen. Wobei die Saison ja noch lange dauert. Gut dabei auch das Team Kubbosuarier (Bjogge mit Family) während der Schochrunden.
Die Mittagspause war dann wie erwartet eines der vielen Highlights dieses Turniers. Das riesige Küchenteam der Kubbaner legte sich wie immer voll ins Zeug und zauberte epische Burger (mit Spiegelei, Fondue und allerlei Beilagen und Saucen), Merguez-Hotdogs sowie Pommes und Salate auf die Teller. Es war eine Herausforderung, sich da nicht ins Foodkoma zu essen, schliesslich standen wichtige Spiele bevor. Versüsst wurden allfällige Pausen den ganzen Tag über auch durch das dieses Jahr erstmalig stattfindende Sidegame bei den Freunden von Maluma. Es galt, den 8+2er-Finisseur mit so wenigen Stöcken wie möglich zu schaffen.

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der Place-to-be um abzukühlen

Nach dem Schoch-Modus im Havana setzten sich erwartbar die Liga-A-Teams auf den vorderen Rängen fest. Doch dahinter ging es mit der Qualifikationsrunde für die verbliebenen Achtelfinalplätze erst richtig los. Denn diese Spiele waren nicht nur besonders wichtig fürs Weiterkommen im Turnier, sondern konnten dadurch, dass die Ränge der Kontrahenten getauscht wurden, auch wertvolle Turnierpunkte für die Kubbtour kosten. Denn theoretisch konnte ein „sicherer“ Achtelfinalplatz eines Tabellenneunten nach den acht Schochrunden in zwei Spielsätzen damit auf dem 24. Rang enden. Dieses Extrembeispiel trat so nicht ein, aber dennoch traf es manche Teams unglücklich. Beispielsweise mussten AkkuBBohrer Team Hägar 3.0 aus der Pfalz den Vortritt ins Achtelfinale überlassen, auch das Team Harris kam nicht am nach der Vorrunde schwächer platzierten Team M. Gianoli vorbei. Für jene Teams sicher bitter, dennoch kam der Modus mehrheitlich sehr gut an. Da und dort hörte man den Wunsch, dass diese Spiele vielleicht im Best-of-3-Modus hätten ausgetragen werden sollen, es ist aber aus Gründen des Zeitmanagements auch verständlich, dass das Orga-Team diese Spiele nur über 2 Sätze austragen liess. Auch damit die Wartezeit für die qualifizierten Teams nicht zu lange dauerte.
Im Achtelfinale setzten sich dann mehrheitlich die Favoriten durch und so kam es, dass im Viertelfinale mit Ausnahme des stark aufspielenden Teams Konterbier nur noch Liga-A-Teams aufeinandertrafen. Es setzten sich da Umami eben gegen Konterbier durch, unexpected musste sich gegen Een handvoll Trä geschlagen geben, Breitizone gewann gegen Beeyond und – doch überraschend – liessen die Beeländlis Die Lit hinter sich. Ab nun wurde in der schönen Finalarena gespielt.

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Finalarena mit Cocktailbar – so lässt sich's kubben!

In den Halbfinals gingen die Fislisbacher mit der lautstarken Unterstützung ihrer VereinskollegInnen dann erst in Führung gegen Umami, danach fanden diese aber den Tritt ins Spiel und konnten noch 3:1 gewinnen. Der erste Finalist stand also fest, während es auf dem Feld nebenan ebenfalls heiss herging. Denn da gingen die Beeländlis sogar 2:0 gegen Breitizone in Führung. Sie konnten dann allerdings den dritten Satz nicht gewinnen, hatten im vierten ebenfalls Chancen, den Finaleinzug zu schaffen, aber Breitizone mit Schnüsi kam zurück und schaffte es, dieses hochspannende Spiel zu drehen und 3:2 zu gewinnen.
Im Finale setzte sich dann Umami eiskalt gegen Breitizone durch. Insbesondere Jackys unglaubliche Blaster-Qualitäten auf 4 Meter, die seinen Kollegen permanenten Angriff auf die Base ermöglichten, machten hier den Unterschied. Nach weniger als einer halben Stunde war der Spuk vorbei und es stand 3:0 für Umami. Was für ein Start in die Saison, schon mit dem Sieg am Kubb it Up in der Woche davor. Währenddessen setzten sich im Spiel um Platz 3 die Beeländlis gegen Een handvoll Trä mit 3:1 durch – auch für sie ein Topresultat!
Im Copa Revolution dauerten die Finalspiele in der tollen 3-fach-Finalarena etwas länger. Die Barrakubbas trafen hier nach einem starken Auftritt im Halbfinale gegen Eichelwald auf die Kubbosaurier, die sich im Halbfinale ihrerseits gegen die Kubaccas durchsetzen konnten. Und sie behielten den Fokus und gewannen den Copa Revolution vor den Kubbosaurieren, Dritter wurde schliesslich verdient Eichelwald vor den Kubaccas. Nicht zuletzt gewannen die Schwarzbuebe 3 noch die Havananas-Trophäe vor the heavenly doubted Crew.


Podest 1Strahlende Gewinner des Havana Kubb 2026

Umami Winner 175
Breitizone Final (Verzicht 1/3) 93
Beeländlis 3. Platz (Verzicht 1/3) 76
Een Handvol Trä Halbfinal 88
Beeyond Viertelfinal 40
Die Lit Viertelfinal 40
Konterbier Viertelfinal 40
unexpected Viertelfinal 40
B52 Achtelfinal 21
Horstcrew Achtelfinal 21
Hägar 3.0 Achtelfinal 21
Kubbaner II Achtelfinal 21
M. Gianoli Achtelfinal 21
Pack it Up Achtelfinal 21
Smetterling Achtelfinal 21
Wintikubbaz Achtelfinal 21

Podest 2Begeisterte Gewinner des Copa Revolution 2026

Barrakubbas Winner 130
Kubbosaurier Final 104
Eichelwald 3. Platz 85
Kubbaccas Halbfinal 65
Eichelwald Zwai Viertelfinal 25
Game over Boys Viertelfinal 25
Kolibris Viertelfinal 25
Schwarzbuebe 2 Viertelfinal 25
D Kubbi Bubbis Achtelfinal 13
Durstigs Hölzli Achtelfinal 13
Hägar Schindhard Achtelfinal 13
Los Santos at Workos Achtelfinal 13
Maulino Achtelfinal 13
Pils Boys Achtelfinal 13
tres locos Achtelfinal 13
Öufi Achtelfinal 13

Podest 3Freude bei den Gewinnern im Havananas

Schwarzbuebe 3 Rang 17 (Winner Havananas) 9
The heavenly doubted crew Rang 18 (Rang 2 Havananas) 9
Los Cigaros Rang 19 (Rang 3 Havananas) 8
Föif1 Rang 20 (Rang 4 Havananas) 8

Und so neigte sich ein fantastischer Kubb-Sonnentag dem Ende zu. Fest steht, dass nicht nur die Kubbtour in sportlicher Hinsicht so richtig lanciert ist, sondern auch das Rennen um den begehrten Kubbturnier-des-Jahres-Award. Und die Basler haben hier schon mal kräftig vorgelegt, man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Auf jeden Fall: Danke liebe Kubbaner!


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Das Havana 2026: Wieder Turnier des Jahres? Auf jeden Fall sind schon mal viele subjektive Kriterien erfüllt. Und da ist die grossartige Finalarena oder auch das hervorragende Spielmaterial noch nicht mal erwähnt.

Bereits am Samstag trifft sich die Community wieder in Mellingen zum Lions- und zum Simba-Cup und gleich am Sonntag darauf folgt die Einzel-Schweizermeisterschaft. Herzlichen Dank bereits im Voraus an den Kubb Club Mellingen, der sich bereit erklärt hat, diese auszutragen. Es gibt dieses Jahr auch Campingmöglichkeiten direkt im Schwimmbad nebenan. Und auch freie Plätze sind noch vorhanden – also gleich noch anmelden!

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