Isabelle Widmer | 9 September 2026

Erst der Präsident, dann die Belgier: das Kubbwochenende in Leuggern

Der 11. Bâton d'Or war ausgebucht, zog sich bis in die Nacht und endete mit einem Sieger, der das Turnier gleich selber angesagt hat: Christoph Fischer gewann den Final 3:2 – und machte den letzten Satz mit einem 4er-Finisseur zu. Am Samstag beendete Kubb Monsieur im 14. KCUA Cup die Serie von vier Breitizone-Titeln in Folge und wurde das erste rein ausländische Siegerteam in Leuggern. Den Sieger der Herzen holten sich die Schlofwandler.

Wenn in Leuggern am ersten Septemberwochenende das Licht angeht, ist der Freitagabend nicht Vorprogramm, sondern eigene Disziplin. Der Bâton d'Or gilt als einer der prestigeträchtigsten Einzeltitel der Welt, und sein Modus ist der härteste der Kubbwelt: direktes K.o., eine Niederlage genügt. 124 Spielerinnen und Spieler waren gemeldet, damit war das Turnier ausgebucht, sechs weitere standen auf der Warteliste. Angemeldet waren Spielerinnen und Spieler aus acht Ländern, darunter Schweden, Belgien, Deutschland und Tschechien. Dass es wieder so international zuging, freute viele. Auch das Wetter spielte mit: Normalerweise mummelt man sich am KCUA abends dick ein, diesmal konnte man lange im T-Shirt zuschauen.

Der Titelverteidiger kam gar nicht erst an
Yentel Castrel, Sieger von 2025, war unter den Topgesetzten und hätte erst im 1/32-Final eingreifen müssen. Er kam nicht: Das Auto der Belgier hatte auf der Fahrt durch Deutschland eine Panne. Für Erleichterung habe das bei einigen im Feld gesorgt, hiess es am Rand des Turniers. Im Achtelfinal war dann für eine ganze Reihe bekannter Namen Schluss: für Don Fabiano (Horstcrew), Bâton-d'Or-Sieger von 2022, für Kubb-Elch (Beeyond), der 2023 gewonnen hatte, für Winnie und Pepe (beide Breitizone), Chopstick (Umami), Ghilain (Chouffekubbers), Mr Cool (De Leutemakers) und den jungen Belgier Junior (De Leutemakers).

Viertelfinals: der Ranglistenerste ist weg
Marc Binder – als Beni the Gun in dieser Saison Sieger von drei der vier Einzelturniere und dreifacher Europameister, im Einzel, im Dreier- und im Sechserteam – gewann gegen Bradley 3:1. Christoph Fischer, Präsident des KCUA und in den Ranglisten als Buschi geführt, setzte sich gegen Boskoop (Öpfelbaum I) durch, den Sieger von 2020 und 2021; entschieden wurde die Partie im Tiebreak. Bums Andi, auf der Rangliste als Eros Atomus Maximus von ILTIS geführt, bezwang Hafenkneipenleiter (Tent it up I) 3:2 – und warf damit jenen Spieler aus dem Turnier, der die Einzel-Jahreswertung anführt. Nicolas Neyt, ehemaliger Europameister aus Belgien, gewann 3:1 gegen Ikarus (Die Lit).

Zwei Halbfinals, zwei verpasste Schlusswürfe
Beide Halbfinals folgten demselben Muster: Ein Spieler hatte den Satz in der Hand – und traf nicht. Bums Andi und Nicolas Neyt lieferten sich ein enges Spiel über fünf Sätze. Im letzten Satz hatte Neyt fünf Stöcke auf einen einzigen Basiskubb. Er traf ihn mit keinem. Bums Andi stand im Final. Im anderen Halbfinal führte Marc Binder gegen Christoph Fischer bereits 2:0, ehe die Wende kam: Fischer glich zum 2:2 aus. Im Entscheidungssatz musste Binder 9+1 machen. Den Neunerhaufen räumte er mit drei Hölzern, drei blieben ihm für den letzten Basiskubb. Er traf ihn nicht. Fischer machte den Sack zu, 3:2. Für Fischer war das die Partie des Abends: «Binder ist mein absoluter Angstgegner.» Im Head-to-Head stehe es wohl bei 5:25, im Einzel wie im Team – die genaue Quote kenne er nicht. Und weiter: «Ich habe gewonnen, weil er einmal Schwäche gezeigt hat.» Dort, wo er Binder geschlagen habe, habe er gedacht: Jetzt ist es möglich.

Der Final um ein Uhr nachts
Im Final ging es über die volle Distanz. Nach vier Sätzen stand es 2:2. Im Entscheidungssatz hatte Fischer das Anspiel und traf einen Kubb, Bums Andi traf keinen. Danach räumte Fischer vier von vier Basiskubbs ab und machte den König: der 4er-Finisseur, mit dem das Turnier endete. 3:2, gespielt etwa um ein Uhr nachts, von einem Mann, der den ganzen Abend zwischen Speakerpult und Spielfeld gependelt war. Wie das gehe, nach Mitternacht noch auf diesem Niveau zu spielen und nebenbei das Turnier zu organisieren? Er habe mehrfach gedacht, es gehe nicht mehr, sagt Fischer. Im ersten Spiel gegen Junker, im zweiten gegen Giulio, im dritten gegen Don Fabiano habe er jedes Mal mit dem Ausscheiden gerechnet: «Ich habe eigentlich mit gar nichts gerechnet.» Und was es am Ende doch möglich gemacht habe: «Longevity.» Für Fischer ist es der erste Sieg an seinem eigenen Turnier. 2024 verlor er den Final gegen Beni the Gun, 2025 warf er im Halbfinal gegen Castrel einen 4er-Finisseur und schied trotzdem aus. Diesmal war es derselbe Wurf, der ihm den Titel brachte.

Das kleine Finale gewann Nicolas Neyt 3:2 gegen Marc Binder. Damit dreht sich auch die Einzel-Jahreswertung: Mit den 205 Punkten für den Turniersieg führt Fischer die Rangliste neu mit 525 Punkten an, vor Beni the Gun (469) und Hafenkneipenleiter (404), der vor dem Turnier noch zuoberst gestanden hatte.

26_09_04_KCUA_BatondorSchaum und ein CO2-Jet statt Feuerwerk: In der Mitte Christoph Fischer mit dem Pokal, links auf Rang zwei Bums Andi, rechts der drittplatzierte Nicolas Neyt.

Resultate Bâton d'Or 2026

Buschi (Umami)  Winner 205
Eros Atomus Maximus (ILTIS)  Final 164
Nicolas (Beast)  3. Platz 133
Beni the Gun (Breitizone)  Halbfinal 103
Ikarus (Die Lit)  Viertelfinal 49
Hafenkneipenleiter (Tent it up I)  Viertelfinal 49
Bradley (Unbekannt/Ohne)  Viertelfinal 49
Boskoop (Öpfelbaum I)  Viertelfinal 49
Kubb-Elch (Beeyond)  Achtelfinal 26
Pepe (Breitizone)  Achtelfinal 26
Winnie (Breitizone)  Achtelfinal 26
Ghilain (Chouffekubbers)  Achtelfinal 26
Junior (De leutemakers)  Achtelfinal 26
Mr Cool (De leutemakers)  Achtelfinal 26
Don Fabiano (Horstcrew)  Achtelfinal 26
Chopstick (Umami)  Achtelfinal 26

Bâton Rouillé: der Sohn holt den rostigen Pokal
Im Trostturnier für die früh Ausgeschiedenen, zum sechsten Mal ausgespielt, gewann Kobe den Final mit 3:2 gegen Wadli (unexpected). Kobe spielt wie Nicolas Neyt für Beast – er ist dessen Sohn. Hätte der Vater seinen Halbfinal gewonnen, hätten in derselben Nacht Vater und Sohn je einen Final gespielt. Den dritten Rang sicherte sich Cheerio (Beeländlis) mit 2:0 gegen Mad Maks (Kreuzler Kubber).

26_09_04_KCUA_BatonrouilleDer rostige Pokal für Kobe Neyt (Mitte), links der zweitplatzierte Wadli, rechts Cheerio auf Rang drei.

Resultate Bâton Rouillé 2026

Kobe (Beast) Winner Baton Rouillé 12
Wadli (unexpected)  Final Baton Rouillé 11
Cheerio (Beeländlis)  3. Platz Baton Rouillé 10
Mad Maks (Kreuzler Kubber)  Halbfinal Baton Rouillé 9
Lobo (MKC)  Viertelfinal Baton Rouillé 8
Croci-Torti (MaLuMa)  Viertelfinal Baton Rouillé 8
Pischi (Team Harris)  Viertelfinal Baton Rouillé 8
El Funk (unexpected)  Viertelfinal Baton Rouillé 8
Cheneraaal (Een Handvol Trä)  Achtelfinal Baton Rouillé 7
Ju (Een Handvol Trä)  Achtelfinal Baton Rouillé 7
Henning Geröllheimer (ILTIS)  Achtelfinal Baton Rouillé 7
Fül (Kubbaner II)  Achtelfinal Baton Rouillé 7
Adi M (SAD.)  Achtelfinal Baton Rouillé 7
Fletcher (SAD.)  Achtelfinal Baton Rouillé 7
Rouge0Mat (Sluggers)  Achtelfinal Baton Rouillé 7
JJ (Unbekannt/Ohne)  Achtelfinal Baton Rouillé 7


Samstag: 117 Teams, drei Turniere, ein Sportplatz

Am Tag darauf ging es weiter – für Christoph Fischer mit dem Speakerpult. Der KCUA Cup ist der grösste Anlass der Kubbtour, und er ist ein Volksfest: Leute aus der Umgebung kommen eigens vorbei, um zuzuschauen, zwischen den Spielen laufen die Zwischenraves, und getanzt wird bis spät in die Nacht. Nach den Hitzewochen davor war es endlich wieder angenehmes Kubbwetter: zeitweise etwas Regen, aber auch Sonne. Bei sieben Vorrundenspielen hintereinander macht das einen Unterschied.

Die Vorrunde: Breitizone voran
Nach den sieben Schochrunden stand Breitizone mit 100 Punkten und einem Buchholzwert von 525 zuoberst, vor Horstcrew (95/492), den Belgiern von Chouffekubbers (90/508) und Tannezäpfle & Co. KG (86/463). Die besten vier zogen in die Siegerrunde ein, die Ränge 5 bis 20 ins Single-K.o. Kubb Monsieur, der spätere Sieger, war als Elfter dabei – jenes Team, das am Vorabend wegen der Autopanne gefehlt hatte. Für Breitizone lief also alles nach Plan. Der Rekordsieger, achtmal erfolgreich in Leuggern und zuletzt viermal in Serie, gab in der Vorrunde den Ton an.

Auf dem Weg in die Halbfinals
Kubb Monsieur räumte Umami mit 2:0 aus dem Weg – zehn von elf Basiskubbs trafen die Belgier in dieser Partie, zweimal war der Satz nach zwei Runden entschieden. Horstcrew setzte sich 2:1 gegen Leflaur Leflah durch, das Team von Björn und Meury, das wieder mit dem Schweden Urban Helanderz antrat – er reist jedes Jahr mit dem Wohnwagen an den KCUA. Breitizone gewann 2:0 gegen De Leutemakers

Zwei Halbfinals, zweimal 3:2 – und keine Schweizer mehr
Über die Halbfinalpaarungen entscheidet in Leuggern nicht das Los. Die vier Bestklassierten der Vorrunde spielen ein Turnier unter sich; wer es gewinnt, steht direkt im Halbfinal und darf sich den Gegner aussuchen. Diese Wahl hatten dieses Jahr die Chouffekubbers – und sie wählten die Horstcrew. Das zweite Halbfinal ergab sich damit von selbst: Kubb Monsieur gegen Breitizone. Die Belgier hatten sich durch die K.-o.-Runde gespielt und standen nun dem achtfachen KCUA-Cup-Sieger gegenüber. «Wir haben Breitizone bekommen. «Wir wussten, dass das schwierig wird», sagten sie später. Beide Halbfinals endeten 3:2, und beide gingen an die Gäste: Chouffekubbers schalteten Horstcrew aus, Kubb Monsieur warf Breitizone aus dem Turnier. Entschieden wurde es hinten. Beide Schweizer Teams räumten die Basiskubbs nicht gut genug ab, um die Belgier zu schlagen – auch das doppelte Chriesi von Fäbu brachte die Wende nicht mehr. Der Titelverteidiger, in der Vorrunde noch die Nummer eins, war draussen. Den dritten Rang sicherte sich Horstcrew, Breitizone wurde Vierter.

Der Final: zwei Belgier unter dem Flutlicht
Der Einlauf in die Arena ist in Leuggern ein eigener Programmpunkt: Die Finalteams kommen über einen roten Teppich, links und rechts stehen Vereinsmitglieder und Kubbfreunde Spalier und feuern sie an. Gefeiert wird also, bevor das erste Wurfholz fliegt. Auf dem Feld standen sich danach zwei Teams aus demselben Land gegenüber. Nach fünf Sätzen hiess der Sieger Kubb Monsieur, 3:2. «Wir kennen sie und wissen, wie sie spielen. Machen musst du es trotzdem selber», sagte Nils Schoeters von Kubb Monsieur direkt nach dem Final. Damit endet auch eine zweite Serie. Bei aller Internationalität war der KCUA Cup bisher in Schweizer Hand: In den dreizehn Ausgaben zuvor gewann immer ein Schweizer Team, einzig 2020 stand mit Kubb & JJ'Ings ein Team aus Deutschen und dem Schweizer JJ zuoberst. Kubb Monsieur ist damit das erste rein ausländische Siegerteam.

26_09_04_KCUA_Mood2Empfang mit Wurfholz und Kubb: Über diesen Teppich laufen die Finalteams in die Arena ein.

Dass zwei belgische Teams im Final standen, dämpfte die Stimmung auf den Rängen: Mit einer Schweizer Mannschaft wäre es lauter gewesen. Dafür wurde die Partie spannend, und das Publikum wurde mit den Würfen von Yentel Castrel belohnt – jenem Spieler, der am Vorabend als Titelverteidiger des Bâton d'Or gefehlt hatte. Ihm attestieren viele den schönsten 8-Meter-Wurf der Kubbwelt. Auf seine Technik angesprochen, sagt er: immer auf dieselbe Art werfen, eine Rotation.

26_09_04_KCUA_KubbMonsieur
Eine Rotation, immer gleich: Yentel Castrel wirft im Final für Kubb Monsieur, im Team mit seinem Bruder Joerne und Nils Schoeters.

Für die Gäste selber war der Abend ohnehin ein besonderer. Auf die Frage, wie sich Leuggern anfühle im Vergleich zu anderen Turnieren, sagte Kubb Monsieur: «Hier zu spielen ist phänomenal. Die Stimmung ist nicht dieselbe wie in Belgien – das Licht, die Musik. In Belgien kommen wir, spielen unser Turnier und fahren wieder heim. Es ist nicht so eine Riesenparty.»

26_09_04_KCUA_Winner

Resultate KCUA Cup 2026

Kubb Monsieur  Winner  250
Chouffekubbers  Final  200
Horstcrew  3. Platz  163
Breitizone  Halbfinal 125
De leutemakers  Drittelfinal 63
Leflaur Leflah  Drittelfinal 63
Umami  Drittelfinal 63
Dr. Giuseppe Libre  Sechstelfinale 39
ILTIS  Sechstelfinale 39
KNS Našrot  Sechstelfinale 39
Tannezäpfle & Co.KG  Sechstelfinale 39
Tent it up I  Sechstelfinale 39
Beeyond  Zehntelfinale 25
Die Lit  Zehntelfinale 25
Een Handvol Trä  Zehntelfinale 25
Long Brudis  Zehntelfinale 25

Sieger der Herzen: die Schlofwandler
82 Teams traten im Sieger der Herzen an, dem Turnier für Liga C und für alle, die nur gelegentlich spielen. Der Titelverteidiger Team Rocket schaffte es bis in den Halbfinal, unter anderem dank eines Krimis gegen die aufstrebenden Barabas 69 aus Kleindöttingen: 1:1 nach Sätzen, im Entscheidungssatz musste Barabas nur noch räumen und den König machen – und verwarf im Tiebreak zwei Königswürfe in Folge. Team Rocket machte den Sack zu, 2:1. Im Final durchgesetzt haben sich die Schlofwandler – Diego, Rogi und Flavio, ein Team, das aus einer Familie heraus entstanden ist. Zwei der drei sind Schwiegervater und Schwiegersohn. Angefangen hat es damit, dass Flavio mit seiner Tochter zusammen spielte; als sie sich verletzte, rückte deren Mann Diego nach. In der jetzigen Zusammensetzung treten sie seit zwei Jahren an, fünf Turniere pro Saison, und nächstes Jahr sollen es wieder fünf sein. Auf den dritten Rang kamen die Belgier von The Wolves.

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Die Schlofwandler

Pokal, Medaillen und ein Check über 90 Franken: Die Schlofwandler gewinnen den Sieger der Herzen. Gelegenheitsspieler sind sie damit längst nicht mehr: In allen fünf Turnieren dieser Saison standen die Schlofwandler mindestens im Halbfinal, zwei davon haben sie gewonnen. Mit 613 Punkten führen sie die Liga-C-Rangliste an, einen einzigen Punkt vor Eichelwald. Das Spiel vor vollen Rängen haben sie genossen – «sehr schön» sei es gewesen. Aufsteigen kann man in der Kubbtour nicht: In der Liga C wird geführt, wer an Nebenturnieren Punkte sammelt, in den Ligen A und B, wer an Hauptturnieren antritt. Ein Team, das die Liga C derart dominiert, würde man gerne einmal an einem Hauptturnier sehen.

26_09_04_KCUA_SdHDas hölzerne Herz für Flavio, Diego und Rogi – rechts in Pink die drittplatzierten The Wolves aus Belgien.

Resultate Sieger der Herzen 2026

Schlofwandler  Winner 243
PRIX  Final 194
The Wolves  3. Platz 158
Team Rocket  Halbfinal 121
B52erli  Viertelfinal 61
Barabas69  Viertelfinal 61
Durstigs Hölzli  Viertelfinal 61
White Dynamite  Viertelfinal 61
GO GO GO  Achtelfinal 32
It is Gmüetlech!  Achtelfinal 32
Kovera Kubb Team  Achtelfinal 32
M3  Achtelfinal 32
MKC  Achtelfinal 32
Maulino  Achtelfinal 32
Nioukubbs Team I  Achtelfinal 32
Wickelfisch  Achtelfinal 32

Den Sieger der gebrochenen Herzen, das Turnier für die Ränge 17 bis 32, gewann Öufi. In den Halbfinals hatten sich Swaghetti Yolognes und Öufi sowie Irgend sones Kubbteam und Qe Pasa Hombre gegenübergestanden.

26_09_04_KCUA_SdgHSime, Minger und Core: Öufi gewinnt das gebrochene Herz – und auf diesem Podest stehen deutlich mehr Frauen als auf jenem des KCUA Cups.

Resultate Sieger der gebrochenen Herzen 2026

Öufi  Winner 23
Irgend sones Kubbteam  Final SdgH 21
Que pasa Hombre  3. Platz SdgH 20
Swaghetti Yolonese  Halbfinal SdgH 19
Flex a trois  Viertelfinal SdgH 17
Maulino Cheer Squad  Viertelfinal SdgH 17
Tres Promillos Hermanos  Viertelfinal SdgH 17
Wo sind meine Sletse ?  Viertelfinal SdgH 17
Klotz BC  Achtelfinal SdgH 13
Kubb Kobras  Achtelfinal SdgH 13
MKC Königsstürzer  Achtelfinal SdgH 13
Nudibranch  Achtelfinal SdgH 13
T(H)Reefellers  Achtelfinal SdgH 13
The Capybaras  Achtelfinal SdgH 13
Traesch im Schnee  Achtelfinal SdgH 13
Öpfelbaum Obi  Achtelfinal SdgH 13

Eine Beobachtung am Rand 
Wer an diesem Wochenende über den Platz ging, konnte etwas sehen, das keine Rangliste ausweist. Am Bâton d'Or waren vier von 124 Gemeldeten Frauen. Am Samstag galt: Je weiter das Turnier fortschritt, desto weniger Frauen standen auf den Feldern. Im Final in der Arena war keine mehr dabei. Gespielt haben Frauen vor allem im Sieger der Herzen und im Sieger der gebrochenen Herzen, also dort, wo Liga C und Gelegenheitsspielende antreten. 

Am Veranstalter liegt das nicht – in Leuggern spielt, wer sich anmeldet. Die Frage stellt sich eine Stufe höher: Warum treten Frauen fast nur in Liga C an, und was bräuchte es, damit sie auch in der Spitze spielen? Das ist keine Frage an den KCUA, sondern eine an die Kubbtour.

«Grösser ist nicht immer besser»
Der KCUA zählt 82 Mitglieder. 30 bis 40 von ihnen helfen am Turnierwochenende aktiv mit – 15 bis 20 davon in der Baucrew, die schon Tage vor dem Turnier anrückt. Was in dieser Zeit entsteht – die Arena mit Tribüne, das Gastrozelt, der riesige König –, ist für ein einziges Wochenende gebaut. Feuerwerk gab es dieses Jahr keines, es war nicht bewilligt, Sonnenschirme ebenfalls nicht. Und die Grenze des Wachstums? «132 Teams. Mehr geht nicht», sagt Fischer. 117 waren es dieses Jahr.

Bei diesem Aufwand überrascht es, dass der Verein am Masters 2025 nicht zum Turnier des Jahres gewählt wurde, sondern die Kubbaner mit ihrem Havana Kubb. Fischer kommentiert es ohne Groll: «Grösser 9ist nicht immer besser.» Das Havana Kubb sei ein sehr tolles Turnier gewesen, er habe sich gefreut – «auch wenn es niemand glaubt» –, dass ein anderer Anlass ausgezeichnet werde. Dieselbe Diskussion habe man vor zwölf Jahren schon einmal geführt. Weiter geht es für die Kubbtour am kommenden Samstag mit dem 8. Öufi Cup.

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